|
SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
HACKENSCHMERZEN
weitere Suchbegriffe:
Schmerzen in den Hacken,
Fersenschmerzen, Fersenentzündung, Fersensporn
Als Hacken werden die hinteren Anteile der Fü ße bezeichnet.
Hackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben:
Fersensporne - Als hinterer Fersensporn wird ein dornartiger Knoche n auswuchs (Exostose) am bzw. vor dem Ach illessehnenansatz bezeichnet; fü r den oberen Fersensporn verwendet man den Begriff "Haglundferse". Beim unteren Fersensporn, auch plan tarer (= die Fußsohle betref fender Sporn) Fersensporn genannt, befindet sich die Exostose an der Unterseite des Tuber calcanei (= Fersenbeinhöcker). Dann gibt es noch den "Aponeurosensporn" (= Sporn an einer Sehnenplatte) am Ursprung der kleinen Fußmuskeln und weiter vorne den "Ligamentsporn" (= Sporn an einem Gewebsband) als Über lastungsschaden infolge Sen kung des Fußgewölbes.
Entzündlich beim Rei ter Syndrom (= reakt ive en tzündliche Syst emer krankung vorwiegend bei jüngeren Männer n) und bei Periostitis calcanei (= Knochen hautentzündung am Fersenbein), seltener In Kombination mit einer Osteitis calcanei (= Knochengewebsen tzündung am Fersenbein).
Bei der sog. Ach illodynie handelt es sich um vor allem bei Be lastung des Beines au ftretende Hackenschmerzen, wobei die Achillessehne und der darunter l iegende Schleim beutel beteiligt sind, z.B. bei Periostitis calcanei (= Knochenhautentzündung des Fersenbeins) oder Ach illobursitis (= Entzündung des Schleimbeutels zw ischen Fersenbein und Achillessehne) als Unfall folge.
Hackenschmerzen sind häufig ein
Frü hsymptom (= frühes Krankheitszeichen)
des Morbus Bechterew.
Der
Mor
bus Bechterew,
auch als Spondyl
itis ankylopoetica bezeich
net, tritt hauptsächlich bei Män nern im
jugendlichen und mittleren Alter au f. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch
eine sch leichende, ankylosierende
(= verstei
fende)
Kyphosebildung (= Krümmun g der
Wirbelsäule), die zu der
t ypischen, vornüber gebeug
ten Haltung führt. Betroffen ist die Wirbel
säule
unter Beteiligung der Iliosakralgelenke
(=
Pseudogelen k zwischen Kreuzbein
Bei der Coalit
io calcaneonaviculare l
iegt eine angeborene Verschmelzung des Kahn
beins
(Os naviculare) mit dem vorde ren Fortsatz des Fersenbeins vor.
Bei der Coalitio talonavicu
lare
betrifft die Versch melzung den vorderen Fortsatz des Fer
senbeins und das
Sprungbein
(Tal us).
Beide Synos tosen (= knöcherne Verwachsung benachbar
ter Knochen)
gehen häu fig mit Hackenschmerzen einher.
Selten kann ein Calcaneus bif
idus
zu Hackenschmerzen führen. Dabei besteh
t infolge ausgebliebener Versch melzung (Fusion) seiner
beiden Ossifikations kerne (=
Knochenbildungskerne)
ein zweigeteil
tes Fersenbein.
Therapie bei Hackenschmerzen
Neuerdings wird bei Fersen
spornen die sog. extrakorporale
Stoßwellenbehand
lung propag ier
t. Bei dieser Met
hode werden
hoch energetische Druckimpulse unter Wasser ein
gesetzt. Bewähr t hat sich die
Methode bisher zur Zer trümmerung von
Nieren- und Gallen
steine.
Des weiteren kan n bei Hackenschmerzen eine Ion
tophorese
(=
Einbringen eines Arzneimittels durch die Hau
t mittels elektrischem Strom)
(z.B. mit Diclofenac)
versuch t werden. Auch eine Behand
lung mit Rön tgenstrahlen
kann hilfreich sein, gleiches gilt für die
Magnet feldtherapie.
Patienten mit Hackenschmerzen
kom men meist dann erst zum
Schmerztherapeu ten, wenn selbst ein ch
irurgischer Behandlungsversuch (z.B.
Abt ragung von Exostosen (=
Knochenauswüchsen)) keine Schmerz
linderung brachte.
Mit der
therapeut
ischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem ört
lichen Betäubungsmittel)
können Hackenschmerzen
of
t erfolgreich behandelt werden. Die I
nfiltration mit einem
Lokalanästheti
kum (auch mit Kortikoidzusatz)
ist al
lerdings relativ sch
merzhaft und eignet sich deshalb kaum zur
serien
mäßigen, wiederholten Anwendung.
Besser sind wiederhol te Blockaden des den Fersenbereich se nsibel (= die Empfindung betreffend) versorgenden Ner vus ischiadicus, in hart näckigen Fällen optimal kon tinuierlich mit Katheter.
Bei der
kont
inuierlichen Blockade des Nervus ischiad
icus wird
(für ca. 10-14 Tage) ein dün ner Kuns
tstoffschlauch von der
Oberschen kelrückseite her dicht an den Nerv eingeführ
t. Die Einpflanzung
erfolg t nahe
zu schmerz frei durch eine handel
sübliche Kanüle h indurch, es mu
ß
also nicht „aufgesch nitten“ werden. I
n der Fol ge wird über d
iesen Katheter
mehrmals tägl ich, jeweils nach Abkl
ingen der voran gegangenen Dos
is, das örtliche
Betäubungsmittel völ lig schmerzlos nachgesprit
zt. In best immten Fällen kann
zur Verabreichung des örtl ichen Betäubungsmittel du
rch den Katheter hindurch
auch eine k leine Pumpe angeschlossen werde
n. Das örtliche Be täubungsmittel
wird bei d ieser Behandlung so dosier
t, dass die gro be Kraft erhalten bleib
t (bei
gleichzeitiger Hem mung der Schmerz
reizleitung), damit beg leitend
kran kengymnastische Übungsbehand
lungen möglich bleiben. Nach l ängerer
Therapiedauer (z.B. 1-2 Wochen) verb leibt in den meis
ten Fällen eine deu tliche
Schmerzlinderung, of t aber auch Schmerz
freiheit.
Dieser anhaltende Effek t über die Behandlungszeit hinaus is
t u.a. darauf zurückzufü hren,
daß bei d ieser Blockadebehandlung auch d
ie sog. vegetativen Ner
ven
betroffen
sind, wo raus eine sehr deut
liche Durchblutungssteigerung resultier
t. Dies ist
der Grun d, warum diese Behand
lungsmethode besonders bei Sch
merzen, die durch
entzündl iche oder auch degenerat
ive (=
abnutzungsbedingte) Prozesse en
tstanden sind, hilfreich ist. I
n aller Regel beruh t der Schmerz bei einem Fersen
sporn ja
auf einer umsch riebenen Entzündung der örtlichen Knochen
haut.
Nach
neueren Erkenn tnissen ver
mag eine sol che Behandlung auch das „Schmerzgedäch
tnis“
im Gehirn zu l öschen.
Daß Lokal anästhetika (= örtliche Betäu bungsmittel) selbs t auch en tzündungshemmend wir ken, ist zw ischenzeitlich wissenschaftlich erw iesen. Wenn Sie meh r darüber er fahren wollen, so kl icken Sie hier.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Für Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die
Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private
Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.
Infos (z.B.
Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am
Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0
* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer
ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Impressum Aktualisiert:>07.09.2009</>