SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

HACKENSCHMERZEN
weitere Suchbegriffe:
Schmerzen in den Hacken,
Fersenschmerzen, Fersenentzündung, Fersensporn

Als Hacken werden die hinteren Anteile der Fü ße bezeichnet.

Hackenschmerzen können verschiedene Ursachen haben:

Bei der sog. Ach illodynie handelt es sich um vor allem bei Be lastung des Beines au ftretende Hackenschmerzen, wobei die Achillessehne und der darunter l iegende Schleim beutel beteiligt sind, z.B. bei Periostitis calcanei (= Knochenhautentzündung des Fersenbeins) oder Ach illobursitis (= Entzündung des Schleimbeutels zw ischen Fersenbein und Achillessehne) als Unfall folge.

Hackenschmerzen sind häufig ein Frü hsymptom (= frühes Krankheitszeichen) des Morbus Bechterew.
Der Mor bus Bechterew, auch als Spondyl itis ankylopoetica bezeich net, tritt hauptsächlich bei Män nern im jugendlichen und mittleren Alter au f. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine sch leichende, ankylosierende (= verstei fende) Kyphosebildung (= Krümmun g der Wirbelsäule), die zu der t ypischen, vornüber gebeug ten Haltung führt. Betroffen ist die Wirbel säule unter Beteiligung der Iliosakralgelenke (= Pseudogelen k zwischen Kreuzbein und Darm beinschaufeln). Bei Mitbeteiligung auch der großen Gl iedmaßengelenke sprich t man von der Bechterew-Marie-Strüm pell Krankheit.

Bei der Coalit io calcaneonaviculare l iegt eine angeborene Verschmelzung des Kahn beins (Os naviculare) mit dem vorde ren Fortsatz des Fersenbeins vor.
Bei der Coalitio talonavicu lare betrifft die Versch melzung den vorderen Fortsatz des Fer senbeins und das Sprungbein (Tal us).
Beide Synos tosen (= knöcherne Verwachsung benachbar ter Knochen) gehen häu fig mit Hackenschmerzen einher.

Selten kann ein Calcaneus bif idus zu Hackenschmerzen führen. Dabei besteh t infolge ausgebliebener Versch melzung (Fusion) seiner beiden Ossifikations kerne (= Knochenbildungskerne) ein zweigeteil tes Fersenbein.

Therapie bei Hackenschmerzen

Neuerdings wird bei Fersen spornen die sog. extrakorporale Stoßwellenbehand lung propag ier t. Bei dieser Met hode werden hoch energetische Druckimpulse unter Wasser ein gesetzt. Bewähr t hat sich die Methode bisher zur Zer trümmerung von Nieren- und Gallen steine.
Des weiteren kan n bei Hackenschmerzen eine Ion tophorese (= Einbringen eines Arzneimittels durch die Hau t mittels elektrischem Strom) (z.B. mit Diclofenac) versuch t werden. Auch eine Behand lung mit Rön tgenstrahlen kann hilfreich sein, gleiches gilt für die Magnet feldtherapie.

Patienten mit Hackenschmerzen kom men meist dann erst zum Schmerztherapeu ten, wenn selbst ein ch irurgischer Behandlungsversuch (z.B. Abt ragung von Exostosen (= Knochenauswüchsen)) keine Schmerz linderung brachte.
Mit der therapeut ischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem ört lichen Betäubungsmittel) können Hackenschmerzen of t erfolgreich behandelt werden. Die I nfiltration mit einem Lokalanästheti kum (auch mit Kortikoidzusatz) ist al lerdings relativ sch merzhaft und eignet sich deshalb kaum zur serien mäßigen, wiederholten Anwendung.

Besser sind wiederhol te Blockaden des den Fersenbereich se nsibel (= die Empfindung betreffend) versorgenden Ner vus ischiadicus, in hart näckigen Fällen optimal kon tinuierlich mit Katheter.

Bei der kont inuierlichen Blockade des Nervus ischiad icus wird (für ca. 10-14 Tage) ein dün ner Kuns tstoffschlauch von der Oberschen kelrückseite her dicht an den Nerv eingeführ t. Die Einpflanzung erfolg t nahe zu schmerz frei durch eine handel sübliche Kanüle h indurch, es mu ß also nicht „aufgesch nitten“ werden. I n der Fol ge wird über d iesen Katheter mehrmals tägl ich, jeweils nach Abkl ingen der voran gegangenen Dos is, das örtliche Betäubungsmittel völ lig schmerzlos nachgesprit zt. In best immten Fällen kann zur Verabreichung des örtl ichen Betäubungsmittel du rch den Katheter hindurch auch eine k leine Pumpe angeschlossen werde n. Das örtliche Be täubungsmittel wird bei d ieser Behandlung so dosier t, dass die gro be Kraft erhalten bleib t (bei gleichzeitiger Hem mung der Schmerz reizleitung), damit beg leitend kran kengymnastische Übungsbehand lungen möglich bleiben. Nach l ängerer Therapiedauer (z.B. 1-2 Wochen) verb leibt in den meis ten Fällen eine deu tliche Schmerzlinderung, of t aber auch Schmerz freiheit.
Dieser anhaltende Effek t über die Behandlungszeit hinaus is t u.a. darauf zurückzufü hren, daß bei d ieser Blockadebehandlung auch d ie sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, wo raus eine sehr deut liche Durchblutungssteigerung resultier t. Dies ist der Grun d, warum diese Behand lungsmethode besonders bei Sch merzen, die durch entzündl iche oder auch degenerat ive (= abnutzungsbedingte) Prozesse en tstanden sind, hilfreich ist. I n aller Regel beruh t der Schmerz bei einem Fersen sporn ja auf einer umsch riebenen Entzündung der örtlichen Knochen haut.
Nach neueren Erkenn tnissen ver mag eine sol che Behandlung auch das „Schmerzgedäch tnis“ im Gehirn zu l öschen.

Daß Lokal anästhetika (= örtliche Betäu bungsmittel) selbs t auch en tzündungshemmend wir ken, ist zw ischenzeitlich wissenschaftlich erw iesen. Wenn Sie meh r darüber er fahren wollen, so kl icken Sie hier.

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

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Impressum Aktualisiert:>07.09.2009</>